Rückblick 2016 - Besondere Herausforderungen

22.02.2017

Rekordverdächtig

Im Sommer werden ja bekanntlich immer Rekorde aufgestellt. Dieses Jahr waren wir an der Reihe.

Unter einem unscheinbaren Feldweg sollte es passieren.

Hier verläuft ein Ei-Profil-Kanal DN 900/1350. Dieser soll auf insgesamt fast 370 m mittels Schlauchrelining saniert werden.

Der Großteil der Vorarbeiten wurde durch unsere Handsanierung realisiert, die in den zu sanierenden Haltungen gut 3 Tonnen Kanalmörtel verarbeitete, um die großen Ausbrüche zu verschließen.

Da der Schlauchliner mit 9,5mm Wandstärke sehr dick ist, wurde dieser mit Peroxiden versetzt, um eine optimale Durchhärtung gewährleisten zu können.  Das birgt allerdings eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Der Liner darf eine Temperatur von  +25°C nicht überschreiten, da sonst die Gefahr besteht, dass dieser bereits durch die Temperatureinwirkung aushärten könnte. Somit war ein Kühltransport notwendig.

Rekordverdächtig: Die Sanierung soll mit 2 Einzügen stattfinden. Bedingt durch die vorgegebenen Haltungslängen ergeben sich folgende Einzugslängen:

·        204,6m

·        161,9m

Die Schlauchliner wurden bei strahlendem Sonnenschein und einer Außentemperatur von knapp 30°C Just-In-Time angeliefert. Da ein Handling der Kisten auf der Baustelle sehr aufwendig gewesen wäre, wurden die Schlauchliner direkt vom LKW mittels einer Einbauhilfe in die Kanalhaltungen gezogen.

Auch die Winde musste hier Höchstleistung bringen. Es war eine Einzugskraft von 60kN notwendig, um die Schlauchliner bis zum Schluss einziehen zu können.

Die Aushärtung erfolgte mit einem Jumbo-Kern (12x1.000W), damit die Lichtquelle sich an der richtigen Stelle im Kanal befindet und das UV-Licht auch alle Stellen im Schlauchliner gleichmäßig erreichen kann.

Alles lief reibungslos, so dass innerhalb von 2 Tagen 366,5m Großprofil mit einem Gesamtgewicht von fast 30 Tonnen auf dieser Baustelle verbaut worden sind.